Dreierfestival im Sportpark

Herren 2 der KuSG bezwingen Spitzenreiter BC Dossenheim mit 78:66 und setzen ihre Positivserie fort – Top-Trefferquote von Nico Juhl

Das Herren-2-Team der KuSG Leimen hat sich im bisherigen Saisonverlauf kontinuierlich gesteigert. Nach dem überzeugenden 98:73 beim BAC Hockenheim wies die KuSG auch den bis dato ungeschlagenen Bezirksliga-Spitzenreiter BC Dossenheim mit 78:66 (44:34) recht souverän in die Schranken. Dadurch bleiben die Leimener auf Tuchfühlung mit Dossenheim und Eppelheim, können ihre Erfolgsserie in den bevorstehenden Spielen gegen Schönau und zweimal Eberbach vor Weihnachten ausbauen, sich das Erreichen der Play-offs hoffentlich frühzeitig sichern – und sollten somit ein gewichtiges Wörtchen in Sachen Landesliga-Aufstieg mitsprechen.

Auch wenn man nicht ganz an die Bestleistung in Hockenheim anzuknüpfen vermochte, der Sieg war gegen die homogenen Dossenheimer nie in Gefahr. Schnell führte die KuSG mit 7:0 und setzte damit ein Signal. Bis zur 15. Minute verlief die Partie ausgeglichen, ehe die Heimmannschaft maßgeblich dank fünf Dreiern von Nico Juhl bis zum Halbzeitpfiff auf 44:34 davonzog.

Nur noch einmal kamen die Gäste auf 54:49 (25.) heran, danach freilich hatte Leimen – trotz der überragenden Leistung von BC-Center Moritz Winkler (33 Punkte) – immer die bessere Antwort parat. Beim Stand von 78:61 war das Spitzenspiel entschieden, Dossenheim gelang zum „Abspann“ nur noch Ergebniskosmetik.

Insgesamt trafen die KuSGler 13 Dreier im Sportpark. Heißt: Die Hälfte der Punkte markierte das Team von Erhard Schneeweiß („Das war wichtig für die Psyche unserer Jungs“) und „Jogi“ Klaehn von der Dreierlinie. Den Dossenheimern hingegen gelang dies lediglich zwei Mal, so dass der markanteste Unterschied schnell ausgemacht ist. Eine Top-Leistung zeigten vor allem Nico Juhl (acht Dreier bei elf Versuchen!, 28 Punkte) sowie Playmaker Simon Becker, die von Center Philipp Schelhaas, Christian Wörner und Marvin Münch maßgeblich unterstützt wurden. Da Leimen auch über die besser besetzte „Bank“ verfügte, klappte es mit der ersehnten Revanche für die bittere Vorrunden-Niederlage (51:75). Allerdings hatte man im Oktober auch zahlreiche personelle Ausfälle zu verkraften gehabt.

Somit ist die Mannschaft nach massiven Anlaufschwierigkeiten wieder auf Kurs. Das Selbstbewusstsein und auch der Spaß am „Zocken“ sind zurückgekehrt. Agiert die Leimener Truppe auf diesem Level weiter, dann ist in dieser Saison noch vieles möglich.

Größte Unwägbarkeit ist unterdessen die derzeitige Corona-Situation. Viele Basketballer befürchten wegen der Pandemie eine Saisonunterbrechung wie im letzten Jahr. Am vergangenen Wochenende galt unterm Korb 2G für Spieler, 2G+ für Trainer und Zuschauer. Absurd. Verstehen tut das keiner.

Fußnote: Die besten Genesungswünsche gehen an BC-Spielertrainer Christoph Riedinger. Der Center zog sich unglücklicherweise eine schwere Verletzung zu. Die Leimener „Zweite“ drückt ihm fest die Daumen …

Es spielten für die KuSG 2: Juhl 28/8 Dreier, Becker 16/2, Schelhaas 12, Wörner 11, Münch 8/2, Eastman 3/1, Ducrée, Trojan, Hillesheim und Fuchs.