U14 mit Startschwierigkeiten nach der Pandemie

Nach dem Abgang der zwei Leistungsträger Pablo Molina (zurück nach Spanien) und Christan Palmetshofer war klar, dass die SG Kirchheim nicht zu schlagen war. Man hatte vor 2 Jahren das gleiche Duell zwar mit 20 Punkten gewonnen. Da der Spielaufbau von diesen beiden Leistungsträgern durchgeführt wurde und die anderen Spieler von ihnen profitierten, war das erste Spiel ohne Kopf der Mannschaft nach 1 ½ Jahren Spielpause sehr schwer. 

Wie das Kaninchen vor der Schlange, waren die Leimener Jungs, in Schockstarre. Freie Bälle landeten wegen der verzögerten Reaktion stets beim Gegner. Defensivrebounds kamen auch oft bei den Kirchheimern an. Es wurde nicht agiert, sondern nur verspätet reagiert. Der schnelle deutliche Vorsprung, der deutlich verbesserten Kirchheimer, führte zu weiterer Verunsicherung. So wurden selbst freie Dribblings unsicher verstolpert, aus Angst vor dem Gegner aus großen Entfernungen geworfen und viel zu häufig der Weg im Alleingang gegen eine kompakte Verteidigung gesucht, statt den Mitspieler im Auge zu haben. Mit Sayvedik Reddy und Aleem Ahmad hatten 2 Leimener ihr erstes Basketballspiel im Leben. Dass ihre Leistung sich vom Durchschnitt der anderen Spieler nicht negativ abhob, sollte allen Spielern, die schon Jahre dabei sind, Ansporn sein, an den eigenen Fähigkeiten zu arbeiten, intensiver und konzentrierter zu trainieren, Verantwortung zu übernehmen, um den Schritt vom Kinderbasketball zum Jugendleistungsbasketball zu wagen. Das Zuordnen der Gegenspieler nach Auszeiten, das Umschaltspiel nach Ballgewinnen in der Verteidigung oder Ballverlusten in der Offensive war bei der Kirchheimer Mannschaft um Klassen besser als bei den Jungs der KuSG. Nur Magne Funaya (14 Punkte), der erst kurz vor der Pandemie mit Basketball begonnen hatte, war auf dem Leistungsniveau der Gegenspieler. Eine ordentliche Verteidigung, schnelles Zurücklaufen in die Verteidigung, zahlreiche Rebounds und Zug zum Korb auch mit der vermeintlich schwachen Hand trösteten die Trainer Nick Alexander und Hartmut Schiek an diesem schweren Tag. Wenn das Endergebnis von 100:28 für die SG Kirchheim die Jungs wachrüttelt und anspornt intensiv zu trainieren, sich den „Coronaklebstoff“ aus dem Kopf zu schütteln, um sich das Ziel zu setzen, wieder zu diesem Gegner aufzuschließen, dann war dies ein heilsamer Schock. Das Motto muss lauten „Hinfallen ist nicht schlimm, man muss nur wieder aufstehen!“