Ein Leimener Trio war bei der Basketball-Senioren-WM in Finnland am Start

Bei der diesjährigen Basketball-Senioren-WM der FIMBA waren erstmals drei Leimener Akteure am Start, die bei den German Maxxis in der Altersklasse Ü55 antraten. Vor den Toren von Helsinki, genauer gesagt in Espoo, fand die 15. Auflage dieses Mammut-Turniers statt. Mit rund 2500 Spielern aus fünf Kontinenten und 44 Ländern, die sich auf 233 Teams im Damen- und Herrenbereich verteilten. Für Joachim „Jogi“ Klaehn war es bereits die dritte Teilnahme auf diesem Level, für Christos Karavassilis und Ralf Boeck-Chenevier sollte es der internationale Einstand sein.

Das Leimener Gespann: Christos Karavassilis (v.l.), Ralf Boeck-Chenevier und „Jogi“ Klaehn.

In einer starken, ausgeglichenen Gruppe mit Finnland, Brasilien, Italien und den German Maxxis gab es ausnahmslos enge Spiele. Gegen die Finnen verlor die deutsche Auswahl unglücklich und knapp, gegen die Brasilianer gewann man mit neun Punkten Differenz. Im letzten Vorrundenspiel gegen die kompakten Italiener ging es um den Gruppensieg. In einem höchst intensiven, knüppelharten Match verloren die Maxxis mit sechs Punkten, und zogen in einem Dreiervergleich leider den Kürzeren gegenüber Gastgeber Finnland, so dass man als Dritter der Runde um die Plätze 11 bis 15 zugeordnet wurde.

Dort trafen die Deutschen auf Chile und El Salvador. Gegen die Chilenen gab es eine deutliche Niederlage, gegen El Salvador gewann man kampflos mit 20:0, da die Zentralamerikaner aus Verletzungsgründen nicht mehr antraten. Leider brachten sie die Maxxis damit um einen versöhnlichen Turnierabschluss, gerade weil ein klarer Erfolg erwartbar war. Zusätzlicher Wermutstropfen: Die FIMBA als Veranstalter brachte kein weiteres Spiel gegen Mexiko zustande, die ihre Bereitschaft zum Vergleich bereits signalisiert hatten.

Unterm Strich landeten Klaehn, Karavassilis, Boeck-Chenevier (der in Berlin lebt, aber seit einigen Jahren für die Ü55 der KuSG agiert) und ihre Sportskameraden auf Rang 13 unter 19 Teilnehmern. Über allem stand aber das tolle Basketball-Erlebnis mit bestens ausgestatteten Hallen, einer perfekten Infrastruktur in „Suomi“ (um die deutsche Korbjäger die Skandinavier beneiden dürfen!) und tollen zwischenmenschlichen Begegnungen. Insbesondere die Eröffnungsfeier in der Metro Arena von Espoo mit rund 5000 Sportlern, Offiziellen und Zuschauern sowie die traditionelle „Players Night“ werden als „Mini-Olympia“ im Gedächtnis haften bleiben.

Die Aussicht auf die EM 2020 im spanischen Malaga (26. Juni bis 5. Juli) schafft neue Motivation für das Leimener Trio – sowie all jene, die im fortgeschrittenen Alter hart an sich arbeiten wollen. Als nächster WM-Ausrichtungsort wurde Orlando/Florida für 2021 ausgewählt.