Die junge Basketballabteilung hatte innerhalb kurzer Zeit auf sich aufmerksam gemacht. Die Schulturnhalle war von den Gegnern gefürchtet, da die zahlreichen Zuschauer ihre Mannschaft lautstark unterstützen und ständig auf Tuchfühlung mit den Spielern waren. Dies lag an den geringen Maßen der Halle. Bei einer Spielfeldgröße von 10 x 20 Metern bildete die Backsteinwand auf beiden Stirnseiten nach 20 Zentimetern das Ende des Auslaufs. Die Seitenbegrenzung des Feldes entsprach praktisch den Füßen der Zuschauer, sodaß mancher Gegner oder Schiedsrichter sich wie beim Spießrutenlauf fühlte.
Herrenmannschaft 1961
von links stehend: Abteilungsleiter Bernhard Unger; Dieter Kettenmann, Roland Stiegler, John Guldin, Walter Lankisch, Günther Zahlmann, Udo Ehrbar; Abteilungsleiter Jakob Herb
kniend: Herrmann Dehlem, Willi Pupp, Dieter Hermann, Rainer Krell
Schon 1962 schafften es die jungen Damen der KuSG Leimen in die Oberliga, der damals höchsten Spielklasse – aufzusteigen.
Damenmannschaft 1962
Von links stehend: Renate Eberhard, Gislinde Baensch, Monika Remmele, Ingrid Günther, Helga Gieser, Elke Geisler,
kniend: Christel Heß, Margot Stein, Renate Frauenfeld, Agathe Singer
Ein weiterer Höhepunkt des Jahres 1962 war das 1. Internationale Turnier, welches auf dem Rollschuhfeld vor der Radsporthalle ausgetragen wurde. Das internationale Turnier wurde in den folgenden Jahrzehnten zu einem Großereignis und erregte über die Grenzen Deutschlands hinaus aufsehen. Beim ersten Turnier wurde die Meßlatte bereits recht hoch angelegt. Mit Picadero Barcelona, Brännkyrka Stockholm, SAS Straßburg, den US-All-Stars und dem Heidelberger TV hatten die Herren exzellente Mannschaften zu Gast.
Empfang der ausländischen Mannschaften mit Honoratioren der Gemeinde Leimen und Funktionären der KuSG Leimen im Brauereiaußchank
Vorstellung der Mannschaften beim internationalen Turnier 1962 auf dem Freiplatz.
von links im Uhrzeigersinn: US Allstars, Picadero Barcelona, KuSG, Brännkyrka Stockholm, Heidelberger TV.
Das kulturelle Programm kam beim internationalen Turnier ebenfalls nicht zu kurz. In der Festhalle fand ein Sängerwettbewerb statt bei der die US-Boys mit Spirituals und Jazz-Rhythmen die Zuhörer
begeisterten. Der gemischte Leimener Chor unter dem Dirigenten Dieter Kettenmann konnte mit „Lebe wohl kleine Frau“ musikalisch ebenfalls überzeugen.
Durch eine Erkrankung von Trainer Walter Lankisch war ein Trainerwechsel bei den Herren erforderlich. Als Spielertrainer wurde Karl Körner vom USC Heidelberg verpflichtet. Mit dem 32- fachen Nationalspieler Horst Stein und Center Ludwig Gundacker vom USC Heidelberg schloßen sich zwei erfahrene Spieler der KuSG an, die maßgeblich am Aufschwung im Herrenbereich beteiligt waren.
Die Herrenmannschaft 1962 nach der Siegerehrung beim Internationalen Turnier:
Von links: Martin Unger, Rainer Krell, Horst Stein, Hans- Dieter Dietz, Dieter Herrmann, Heinz Eller, Dieter Kettenmann, Reinhard Jussli, Walter Lankisch, Helmut Böhler, Ludwig Gundacker, Karl Körner
Guldin und Ehrbar kämpfen mit einem Spieler der DJK Karlsruhe um den Rebound.
Aufgestiegen in die Landesliga spielte die Herrenmannschaft unter ihrem Spielertrainer Walter Lankisch eine gute Rolle und belegte unerwartet einen dritten Platz. Das Team hatte sich gegenüber der Gründungsmannschaft bereits verändert und spielte in folgender Besetzung: